Rubrik Natur und Umwelt

BdB und GALK stellen Bäume mit höherer Überflutungstoleranz vor

23.01.2026 – Lesezeit ca. 2 Minuten 178

BdB und GALK stellen Bäume mit höherer Überflutungstoleranz vor

Bild : Istock / christianchen

Der Bund deutscher Baumschulen (BdB) e.V. und die Deutsche Gartenamtsleiterkonferenz (GALK) e. V. und haben gemeinsam eine Broschüre mit dem Titel „Überflutungstolerante Bäume“ erarbeitet, in der ausgewählte Baumarten vorgestellt werden, die sich durch eine besondere Toleranz gegenüber zeitweiliger Überflutung auszeichnen. Vor dem Hintergrund der Entwicklung grün-blauer Infrastrukturen wird ihre Bedeutung für die Stadt der Zukunft weiter zunehmen.

Die positiven Wirkungen von Bäumen und Gehölzen im urbanen Raum sind allgemein bekannt und anerkannt. Die in den vergangenen Jahren beobachteten klimatischen Veränderungen – insbesondere länger andauernde Hitze- und Trockenphasen in Kombination mit zunehmenden Starkregenereignissen – haben dazu geführt, dass das Leitbild der „Schwammstadt“ verstärkt in den Fokus einer nachhaltigen Stadtentwicklung rückt. Kommunen und Planer:innen verfolgen unterschiedliche Ansätze, um Niederschlagswasser in der Stadt zurückzuhalten und gleichzeitig kühlende Effekte zu erzielen. Ziel ist es, stark aufgeheizte Stadtbereiche lebenswerter zu gestalten und gesundheitliche Belastungen für die Bevölkerung zu reduzieren.

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Mit dem Neustart des Aktionsprogramms „Natürlicher Klimaschutz in Kommunen“ und den damit verbundenen Förderinstrumenten werden wichtige Impulse für die Umsetzung naturbasierter, klimaangepasster und wassersensibler Gestaltungsansätze gesetzt. In diesem Zusammenhang kommt Bäumen eine zentrale Rolle zu. Durch Verschattung und Verdunstung leisten sie einen wesentlichen Beitrag zur Abmilderung des urbanen Wärmeinseleffekts und tragen zur Verbesserung des Stadtklimas bei.

Werden künftig größere Niederschlagsmengen gezielt in Mulden oder Senken geleitet, in denen Gehölze und Bäume stehen, kann dies zu Staunässe und Sauerstoffmangel im Wurzelraum führen. Aus baumfachlicher Sicht ist dies inakzeptabel, da Versickerungsanlagen grundsätzlich keine geeigneten Baumstandorte darstellen – ebenso wenig wie Baumstandorte als Versickerungsanlagen konzipiert werden sollten.

Um für zukünftige Planungen und Umsetzungen eine belastbare fachliche Grundlage zu schaffen, ist es daher erforderlich, baumbiologische Anforderungen und wasserwirtschaftliche Zielsetzungen sorgfältig zu prüfen und gegeneinander abzuwägen. Die Dringlichkeit ergibt sich nicht zuletzt daraus, dass hier unterschiedliche Interessenlagen aufeinandertreffen und Fehlentscheidungen häufig auf fehlender Erfahrung, falschen Annahmen oder ökonomischem Druck beruhen.

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