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Die Stadt Laichingen betritt Neuland und steuert den Bau eines Großbatteriespeichers
Kommunales Flächenpooling nun auch für Batteriespeicher
01.04.2026 – Lesezeit ca. 2 Minuten
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Robin Menholz, Leiter des Amts für Bauwesen, Umwelt und Stadtentwicklung bei der Stadt Laichingen. (Bild: Stadt Laichingen)
Die Stadt Laichingen in Baden-Württemberg hat erfolgreich ein kommunales Flächenpooling für einen Großbatteriespeicher durchgeführt. Damit leistet die Stadt Pionierarbeit für die Energiewende und schafft gemeinsam mit den beteiligten Flächeneigentümer:innen die Voraussetzungen für den Bau des Speichers. Das Verfahren kam bislang nur bei der Entwicklung von Windparks zum Einsatz.
Einer der Schlüssel für die Energiewende sind Speicherkapazitäten. Deshalb werden Kommunen in der Nähe von Umspannwerken derzeit mit Anfragen für den Bau von Großbatteriespeichern überrollt. Doch das sorgt für Herausforderungen. Fachwissen vor Ort ist noch nicht vorhanden. Die Erfahrung der Projektentwickler variiert stark. Hohe Pachten bieten Potenzial für Streit. Kommunen werden mitunter an den Pachterlösen gar nicht beteiligt, sofern ihre eigenen Flächen nicht mitgeplant werden. Vor den gleichen Herausforderungen stand die Stadt Laichingen auf der Schwäbischen Alb.
Wertvolles Know-how aus der Windenergie
„Deshalb haben wir uns von Anfang an für eine professionelle Begleitung entschieden“, sagt Robin Menholz, Leiter des Amts für Bauwesen, Umwelt und Stadtentwicklung bei der Stadt Laichingen. Die Kommune wollte die Steuerungshoheit über das Projekt behalten und hat sich an das Freiburger Beratungsunternehmen endura kommunal gewandt.
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„Etablierte Vorgehensweisen wie das kommunale Flächenpooling und das Interessenbekundungsverfahren lassen sich auch bei Großbatteriespeicher-Projekten erfolgreich einsetzen“, sagt Jan Friedrich, Senior Berater bei endura kommunal und verantwortlich für das Beratungsfeld Batteriespeicher. Friedrich hat bereits eine Vielzahl von Kommunen bei Windenergie-Projekten begleitet. In Laichingen haben sich die Verfahren ebenfalls bewährt, sagt Friedrich.
Gemeinsames Vorgehen stärkt die Verhandlungsposition
Das Ziel beim Flächenpooling ist, dass so viele kommunale und private Flächeneigentümer:innen wie möglich an den späteren Pachterlösen beteiligt werden. „Alle im Pool profitieren, egal ob ihre Fläche bebaut wird oder nicht“, erklärt Menholz. Das gemeinsame Auftreten der Pooling-Gemeinschaft stärkt die Verhandlungsposition. Zudem steigen die Chancen, dass ein solches Projekt überhaupt realisiert werden kann.
Unter Moderation der Kommune schließen sich die Flächeneigentümer:innen zu einer Pooling-Gemeinschaft zusammen und formulieren Kriterien für die Auswahl eines Projektentwicklers. Im Fall von Laichingen sind acht Angebote eingegangen, die derzeit von einer kommunalen Vergabegruppe unter Begleitung von endura kommunal ausgewertet werden. Ergebnis soll ein Vertrag sein, der die Kriterien der Pooling-Gemeinschaft, zum Beispiel ökologische Aspekte, bestmöglich erfüllt. 2031 soll der Großspeicher ans Netz gehen.
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