Rubrik Energie & Netze

KEA-BW übernimmt die Verbundkoordination

Bundesweites Verbundprojekt unterstützt Kommunen beim Ausbau erneuerbarer Energien

27.05.2026 – Lesezeit ca. 3 Minuten 41

Bundesweites Verbundprojekt unterstützt Kommunen beim Ausbau erneuerbarer Energien

BEEKOMM wird Kommunen dabei unterstützen, den Ausbau von Windenergie und Freiflächen-Photovoltaik zu beschleunigen (Bild: KEA-BW/Max Peters)

Im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative fördert das Bundesumweltministerium das Verbundprojekt „BEEKOMM – Beschleunigung des Ausbaus von erneuerbaren Energien in Kommunen“. Ziel des Projekts ist es, Städte, Gemeinden und Landkreise dabei zu unterstützen, den Ausbau erneuerbarer Energien mit dem Schwerpunkt Windenergie und Freiflächen-Photovoltaik fachlich, organisatorisch und kommunikativ voranzutreiben. Im Mittelpunkt stehen dabei eine frühzeitige Information sowie die Durchführung von Dialogformaten zur Erhöhung der Akzeptanz erneuerbarer Energien vor Ort. Die KEA Klimaschutz- und Energieagentur Baden-Württemberg GmbH (KEA-BW) leitet und koordiniert das bundesweite Verbundprojekt. Das Projekt startete am 1. Mai 2026 und läuft bis Ende April 2030. Mit insgesamt rund 13,4 Millionen Euro fördert das Bundesumweltministerium das Projekt aus Mitteln der Nationalen Klimaschutzinitiative.

Viele Kommunen stehen beim Ausbau erneuerbarer Energien vor komplexen Herausforderungen – etwa durch begrenzte personelle Ressourcen, hohe fachliche Anforderungen oder Konflikte vor Ort. Genau hier setzt BEEKOMM an: Durch frühzeitige Information, geeignete Beteiligungsformate und individuelle Unterstützung sollen Prozesse beschleunigt und die Akzeptanz für Projekte der Energiewende gestärkt werden.

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„Die Ausbauziele für erneuerbare Energien können nur erreicht werden, wenn Kommunen die notwendige Unterstützung erhalten – fachlich, organisatorisch und kommunikativ. Mit BEEKOMM bündeln die beteiligten Partner ihre Erfahrungen und entwickeln gemeinsam praxisnahe Unterstützungsangebote für Städte und Gemeinden in ganz Deutschland“, sagt Prof. Dr.-Ing. Martina Hofmann, Geschäftsführerin der KEA-BW.

Frühe Beteiligung für eine schnellere Energiewende vor Ort

Im BEEKOMM-Projekt arbeiten daher erstmals mehrere Landesenergieagenturen und vergleichbare Einrichtungen bundesweit eng zusammen, um Kommunen bei der Energiewende fachlich, organisatorisch und kommunikativ zu begleiten. Das Projekt setzt über vier Jahre auf einen bundesweiten Erfahrungsaustausch. Beteiligte Partner sind

  • die KEA Klimaschutz- und Energieagentur Baden-Württemberg GmbH (KEA-BW),
  • die LEA LandesEnergieAgentur Hessen GmbH (LEA Hessen),
  • die Landesenergie- und Klimaschutzagentur Mecklenburg-Vorpommern GmbH (LEKA MV),
  • die Klimaschutz- und Energieagentur Niedersachsen GmbH (KEAN),
  • die NRW.Energy4Climate GmbH,
  • die saarländische IZES gGmbH,
  • die Sächsische Energieagentur – SAENA GmbH sowie
  • die Thüringer Energie- und GreenTech-Agentur GmbH (ThEGA).

Ziel ist es, Kommunen zu befähigen, Erneuerbare-Energien-Projekte schnell, professionell und unter aktiver Beteiligung der Bürgerschaft umzusetzen bzw. zu begleiten. Neben dem bundesweiten Erfahrungsaustausch sollen verbundübergreifend Informationen und Materialien erarbeitet werden, die allen zur Verfügung stehen. Dazu gehört vor allem, regionale Ansprechpersonen zu etablieren, die die vorhandenen Akteure und Multiplikatoren vor Ort in ihrer Arbeit unterstützen. In Baden-Württemberg zählen zu den Akteuren insbesondere die regionalen Klimaschutz- und Energieagenturen.

Energieagenturen der Länder unterstützen kommunale Projekte

Im Mittelpunkt des Projekts stehen insbesondere der Aufbau eines bundesweiten Netzwerks der beteiligten Landesenergieagenturen, die Entwicklung und Anwendung gemeinsamer Materialien im Rahmen eines Schulungs-Baukastens und die Qualifizierung kommunaler Akteurinnen und Akteure. Darüber hinaus plant das Netzwerk die Unterstützung bei Dialog- und Beteiligungsprozessen sowie die aufsuchende Begleitung von Kommunen bei Erneuerbare-Energien-Projekte in Kooperation mit Akteuren vor Ort.

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