Rubrik Bau(en) & Städtegestaltung

Aalen setzt auf Entsiegelung mit dem GDM.KLIMASTEIN

Neues Vorzeigeprojekt für klimaaktive Stadtgestaltung

20.05.2026 – Lesezeit ca. 4 Minuten 182

Neues Vorzeigeprojekt für klimaaktive Stadtgestaltung

In der Stadt Aalen wurde der GDM.KLIMASTEIN für die Neugestaltung der entsiegelten Flächen rund um das Rathaus verwendet.

Die Anpassung unserer Städte an den Klimawandel ist eine komplexe Aufgabe, die keinen Aufschub erlaubt. Immer häufiger auftretende Extremwetterereignisse zeigen, dass es höchste Zeit ist, urbane Räume umzugestalten und zukunftssicher zu machen. Zentral für die Transformation ist eine Entsiegelung und Begrünung städtischer Flächen sowie ein sensibler Umgang mit Wasser. GODELMANN – Die Stein-Erfinder – entwickelt durchdachte Lösungen wie den innovativen GDM.KLIMASTEIN, die das Klima und die Lebensqualität in den Städten nachhaltig verbessern.

Starkregen, Hitze und Überschwemmungen: Besonders im urbanen Raum nimmt die Klimaerwärmung bedrohliche Ausmaße an. Um gegen extreme Wetterbedingungen gewappnet zu sein, ist eine klimafreundliche Stadtentwicklung dringend notwendig. Im Durchschnitt sind die deutschen Städte fast zur Hälfte versiegelt oder mit Gebäuden und Straßen bebaut. Innerhalb dieser Gebiete gibt es keinen natürlichen Kreislauf mehr, in dem Wasser verdunsten und versickern kann.

Neue multifunktionale Flächen im städtischen Raum

Unsere Städte brauchen eine neue, dezentrale Regenwasserbewirtschaftung, ohne die Vorteile der befestigten Flächen und den Grundwasserschutz aufzugeben. Deshalb müssen urbane Flächen geschaffen werden, die mehrere Funktionen gleichzeitig erfüllen: Befestigung und Schadstofffilterung auf der einen Seite, Wasserdurchlässigkeit und Hitzeschutz auf der anderen. Mehr Lebensqualität im entsiegelten Aalener Stadtzentrum Die Stadt Aalen hat sich den Herausforderungen des Klimawandels gestellt und den GDM.KLIMASTEIN zur Umsetzung einer grünen Parklandschaft auf dem früher betonierten Gelände neben dem Rathaus verwendet. Gemeinsam mit Studio bauchplan, Landschaftsarchitektur & Stadtplanung, das mit Planung und Realisierung der Umgestaltung beauftragt wurde, ist „ein Vorzeigemodell für klimaangepasste Stadtentwicklung entstanden“, erklärt der Landschaftsarchitekt und Stadtplaner Tobias Baldauf, der bauchplan gegründet hat. „Ein Parkplatz im Zentrum wurde in eine hochwertige Parkanlage mit hoher Aufenthaltsqualität umgewandelt, das zuvor vollständig versiegelte Umfeld des Rathauses umfassend entsiegelt.“ Darüber hinaus ist der Stadtbach an die Oberfläche zurückgeführt und renaturiert worden – ein bedeutender Schritt für die ökologische wie soziale Aufwertung des Areals, so Baldauf. Zu seinem Konzept gehört auch, dass entnommene Materialien nach Möglichkeit wiederverwendet werden. Der Aalener Baubürgermeister Wolfgang Steidle bezeichnet diese Transformation als „Jahrhundertprojekt“.

Advertising

Abonnieren Sie unseren Newsletter mit Link zur kostenlosen PDF Ausgabe der Kommunalwirtschaft!

Wesentlicher Beitrag zur Anpassung des Klimas

Zusammen mit dem städtischen Auftraggeber wählte bauchplan den GDM.KLIMASTEIN als neuen Bodenbelag. „In unseren Planungen legen wir großen Wert auf durchlässige Bodenflächen“, sagt Tobias Baldauf. Entscheidend sei, was sich unterhalb der neu gestalteten Flächen befinde, nämlich „möglichst weit vernetzte Speichervolumen, die Niederschlagswasser aufnehmen und gezielt an bestehende sowie neu angelegte Grünflächen weitergeben können.“ Dieses System unterstütze eine optimale Verdunstung und leiste damit „einen zentralen Beitrag zur Klimaanpassung im urbanen Raum.“

Innovativer Pflasterstein als Problemlöser

Um Städte widerstandsfähig gegen die Folgen des Klimawandels zu machen hat GODELMANN den GDM.KLIMASTEIN entwickelt, einen versickerungsfähigen Pflasterstein der fünften Generation mit proActive- Funktionen für die Schwammstadt. Die Innovation: Der Stein besteht aus drei Schichten – einer Katalysatorschicht, die Luftschadstoffe an der Oberfläche reduziert, einer mittleren Speicherschicht zur Aufnahme, Speicherung und langsamen Abgabe von Wasser sowie einer Kapillarschicht. Diese Schicht ist weniger durchlässig, so wird mehr Feuchtigkeit im Stein gespeichert und zusätzlich vom Erdreich aufgenommen. Dies führt zu einer erhöhten Verdunstung und Kühlung des bodennahen Mikroklimas.

Böden entsiegeln und Grünflächen schaffen

Flächen, die mit dem GDM.KLIMASTEIN und dem dafür entwickelten Fugenmaterial verlegt sind, verhalten sich anders als versiegelte Böden: Erstens können Niederschläge durch die Fugen versickern und ermöglichen einen natürlichen Wasserkreislauf. Zweitens filtert das Fugenmaterial Schadstoffe aus dem Wasser und schützt so das Grundwasser. Und drittens unterstützt das im Stein gespeicherte Wasser die Verdunstung und kühlt damit die Umgebung.

Ein weiterer Vorteil des GDM.KLIMASTEIN ist seine Oberflächenbeschaffenheit, die das Sonnenlicht reflektiert, um das Aufheizen des Pflasters zu reduzieren. Darüber hinaus kann die Art der Verlegung laute Fahrgeräusche absorbieren. So unterstützt der GDM.KLIMASTEIN eine dezentrale Wasserbewirtschaftung, verringert die Schadstoffbelastung in der Luft und sorgt für ein angenehmes Umgebungsklima.

Neues Vorzeigeprojekt für klimaaktive Stadtgestaltung
Neues Vorzeigeprojekt für klimaaktive Stadtgestaltung

Die Anpassung unserer Städte an den Klimawandel ist eine komplexe Aufgabe, die keinen Aufschub erlaubt. Immer häufiger auftretende Extremwetterereignisse zeigen[...]

20.05.2026, Lesezeit ca. 4 Minuten

hochtiefbau
Mehr als Schafe zwischen Konzernen und Konzerten
Mehr als Schafe zwischen Konzernen und Konzerten

Das Werksviertel in München tanzt auf der Linie zwischen Vergangenheit und Zukunft. Das Quartier gilt europaweit als Paradebeispiel, sich neu zu erfinden, ohne [...]

13.05.2026, Lesezeit ca. 6 Minuten

hochtiefbau
Begrünung, Solarnutzung und lebendiger Treffpunkt in Jena
Begrünung, Solarnutzung und lebendiger Treffpunkt in Jena

Das neue Gebäude der Bibliothek und der Bürgerdienste der Stadt Jena dient als städtischer Treffpunkt und bietet Mehrfachnutzen auch auf der 2400 m² großen Dach[...]

04.05.2026, Lesezeit ca. 4 Minuten

hochtiefbau
Wenn Bauprojekte scheitern: vom Planungsfehler zum Millionenschaden
Wenn Bauprojekte scheitern: vom Planungsfehler zum Millionenschaden

Zu Beginn eines neuen Bauprojekts scheint alles nach Plan zu laufen: reibungslose Abstimmungen zwischen den Gewerken, strukturierte Abläufe und erste Maßnahmen,[...]

21.04.2026, Lesezeit ca. 3 Minuten

hochtiefbau
Gelebte Mobilitätswende
Gelebte Mobilitätswende

Die Mobilität der Zukunft stellt Kommunen vor neue Aufgaben: Parkhäuser werden zu vielseitigen Mobility Hubs, die durch flexible Nutzungskonzepte dem effiziente[...]

15.04.2026, Lesezeit ca. 2 Minuten

hochtiefbau
Der Moabiter Kinderhof bringt Architektur und Nutzung auf den Punkt
Der Moabiter Kinderhof bringt Architektur und Nutzung auf den Punkt

Der im Oktober 2025 eröffnete Moabiter Kinderhof in Berlin versteht sich als offenes Haus für den Alltag von Kindern und Jugendlichen im dicht bebauten Stadtrau[...]

10.04.2026, Lesezeit ca. 3 Minuten

hochtiefbau
hubitation-Netzwerk begrüßt neues Mitglied
hubitation-Netzwerk begrüßt neues Mitglied

Startup-Accelerator der NHW fördert Innovation und Nachhaltigkeit

10.04.2026, Lesezeit ca. 3 Minuten

hochtiefbau
Experte: „Mehr Staat“ lindert die Wohnungsnot nicht
Experte: „Mehr Staat“ lindert die Wohnungsnot nicht

„Wir haben in Deutschland rund 790 kommunale und landeseigene Wohnungsbaugesellschaften. Die Idee, dass eine weitere bundeseigene die Wohnungsnot lindern wird, [...]

09.04.2026, Lesezeit ca. 6 Minuten

hochtiefbau
23 Millionen Projekt in Hagen: Deutschlands größte genossenschaftliche serielle Sanierung
23 Millionen Projekt in Hagen: Deutschlands größte genossenschaftliche serielle Sanierung

Der Wohnungsverein Hagen und das Berliner Unternehmen ecoworks realisieren die bislang größte genossenschaftliche serielle Sanierung in Deutschland. Im Stadttei[...]

02.04.2026, Lesezeit ca. 4 Minuten

hochtiefbau
Neues Fugenmaterial soll Pflasterflächen langfristig stabilisieren
Neues Fugenmaterial soll Pflasterflächen langfristig stabilisieren

Die Stadt Hanau startet im Stadtteil Großauheim ein Pilotprojekt zur Sanierung von Pflasterflächen: In der Hauptstraße wird ab Montag, 30. März, erstmals das ne[...]

30.03.2026, Lesezeit ca. 2 Minuten

hochtiefbau

Weitere Artikel in dieser Rubrik