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IFAT 2026: Innovationen, Infrastruktur und internationale Impulse

27.04.2026 – Lesezeit ca. 4 Minuten 55

IFAT 2026: Innovationen, Infrastruktur und internationale Impulse

Knapp 50 Jungunternehmen präsentieren sich auf der Start Up Area der IFAT Munich. (Bild: Messe München GmbH)

Wenn sich die globale Umwelttechnikbranche vom 4. bis 7. Mai auf der IFAT Munich 2026 trifft, stehen Lösungen für die großen Herausforderungen der Zukunft im Mittelpunkt: Klimaanpassung, Ressourcensicherheit und resiliente Infrastrukturen. Die Weltleitmesse in München fungiert dabei nicht nur als Technologiebühne, sondern auch als politisches Signal. Zur Eröffnung auf der Blue Stage werden unter anderem Carsten Schneider, Jessika Roswall und Thorsten Glauber erwartet – ein deutliches Zeichen für die strategische Bedeutung der Branche.

Ein fester Bestandteil der IFAT ist der Innovationspreis des VAK, der 2026 bereits zum fünften Mal vergeben wird. Gesucht werden wegweisende Entwicklungen in den Kategorien Fahrzeug/Gerät sowie Baugruppe/Komponente/Steuerungstechnik. Die Auszeichnung der Gewinner erfolgt am 4. Mai um 12:30 Uhr am VAK-Stand (GL 713/9) und gilt als wichtiger Indikator für technologische Trends in der Kommunaltechnik.

Im Bereich Wasserwirtschaft setzt Mall GmbH in Halle A1, Stand 405/504 auf eine strategische Portfolioerweiterung: Neben etablierten Lösungen für Regen- und Abwasser rückt erstmals der Trinkwasserbereich in den Fokus. Mit Produkten wie dem Mengenmessschacht VodaCheck sowie neuen Anlagen zur Regenwasserbehandlung und Versickerung adressiert das Unternehmen aktuelle Anforderungen an nachhaltige Wasserbewirtschaftung und urbane Klimaanpassung.

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Der japanische Pumpenspezialist Tsurumi stellt in Halle B1, Stand 444 seine CZ-Serie in den Mittelpunkt. Die für stark belastete Abwässer konzipierten Aggregate setzen auf ein innovatives Zerkleinerungssystem, das Verstopfungen reduziert und einen zuverlässigen Dauerbetrieb ermöglicht. Ergänzend erweitert eine Kooperation mit Dragflow das Angebot in Richtung Schlamm- und Sedimentmanagement.

Einen ganzheitlichen Ansatz für Infrastrukturprojekte verfolgt REHAU in Halle B3, Stand 451/550. Der Fokus liegt auf integrierten Lösungen für Wassermanagement, Nahwärme und Geothermie, die Planungs- und Umsetzungssicherheit erhöhen und gleichzeitig ökologische wie wirtschaftliche Anforderungen erfüllen.

Wie sich Energieeffizienz in der Abwasserbehandlung steigern lässt, zeigt AERZEN in Halle A3, Stand 351. Neue Schrauben- und Turbogebläse sowie digital vernetzte Systemlösungen sollen die biologische Reinigungsstufe optimieren und den Energieverbrauch signifikant senken.

AERZEN präsentiert auf der IFAT 2026 die nächste Generation energieeffizienter Gebläse und die intelligente Kombination von Belüftungstechnologien. (Bild: AERZEN)

Die Digitalisierung der Kreislaufwirtschaft treibt rona:systems in Halle A6, Stand 108 voran. Mit seinem ERP-System ermöglicht das Unternehmen eine vollständig digitale Abwicklung sämtlicher Geschäftsprozesse – von der Disposition über das Flottenmanagement bis hin zur Umsetzung der EU-Abfallverbringungsverordnung.

Einen technologischen Durchbruch bei der Entfernung persistenter Schadstoffe präsentiert W&L Coating Systems GmbH in Halle B1, Stand 521. Die elektrochemische Oxidation mittels diamantbeschichteter Elektroden erlaubt es, selbst schwer abbaubare Substanzen wie PFAS vollständig zu mineralisieren – ein Ansatz mit großem Potenzial für Industrie und kommunale Betreiber.

Als zentrale Wissensplattform positioniert sich die Deutsche Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall (DWA) mit ihren Auftritten in der Eingangshalle West sowie in Halle B2. Fachforen, Lösungstouren und der „Tag der resilienten Kommunen“ am 7. Mai liefern praxisnahe Impulse für eine klimaangepasste Wasserwirtschaft und stärken den Austausch zwischen Politik, Wissenschaft und Praxis.

Im Segment kommunaler Reinigungslösungen zeigt Kärcher Municipal auf Stand C6.105 unter anderem eine elektrische Technologie zur Unkrautentfernung, die vollständig ohne Chemikalien auskommt und damit ökologische wie wirtschaftliche Vorteile bietet.

Unter dem Leitmotiv „Speaking Waters“ präsentiert Wilo in Halle B1, Stand 451 datenbasierte Lösungen für intelligente Wasserinfrastrukturen. Im Fokus stehen vernetzte Systeme entlang des gesamten Wasserkreislaufs, die Transparenz, Effizienz und Versorgungssicherheit erhöhen.

Ergänzt wird die Messe durch die Startup Area in Halle C4, in der rund 50 internationale Jungunternehmen ihre Innovationen vorstellen. Ob Künstliche Intelligenz zur Echtzeitanalyse von Stoffströmen oder biotechnologische Verfahren zur Schadstoffelimination – die IFAT 2026 zeigt eindrucksvoll, wie dynamisch sich die Umwelttechnikbranche weiterentwickelt und welche Schlüsselrolle Innovationen für eine funktionierende Circular Economy spielen.

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