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Oldenburger Rohrleitungsforum: rbv setzt Maßstäbe für die Netze von morgen

24.02.2026 – Lesezeit ca. 3 Minuten 187

Oldenburger Rohrleitungsforum: rbv setzt Maßstäbe für die Netze von morgen

Großer Andrang beim Vortragsblock des rbv: Neue regulatorische und technische Anforderungen im Leitungsbau sorgen für einen hohen Bedarf an fachlicher Einordnung. Foto: rbv

Der Rohrleitungsbauverband treibt die technische Weiterentwicklung der leitungsgebundenen Infrastruktur voran: Mit Regelwerkprojekten, technischer Fachinformation und gezielter Qualifizierung unterstützt der Verband seine Mitgliedsunternehmen dabei, neue Anforderungen sicher und regelkonform in der Baupraxis umzusetzen. Beim 38. Oldenburger Rohrleitungsforum zeigte der rbv, welche Maßnahmen dafür jetzt entscheidend sind.

„Die Netze von morgen beginnen nicht bei null. Sie bauen auf bestehender Infrastruktur, bewährten Verfahren und jahrzehntelanger Erfahrung auf“, betonte Andreas Hüttemann, Bereichsleiter Technik, in Oldenburg. Im Mittelpunkt der rbv-Vorträge stand die Frage, wie sich neue regulatorische und technische Anforderungen praxiskonform umsetzen lassen. „Der große Andrang in unserem Themenblock und die intensiven Gespräche am rbv-Stand zeigen, wie hoch der Bedarf an fachlicher Einordnung ist“, so Hüttemann.

Mit mehr als 6.000 Besucherinnen und Besuchern war das 38. Oldenburger Rohrleitungsforum für den rbv und die Branche erneut ein wichtiger Treffpunkt. Klimawandel und Energiewende, Digitalisierung, steigende KRITIS-Anforderungen und ein massiver Investitionsbedarf prägten die Debatten vor Ort.

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Leitungsbau will CO₂-Emissionen reduzieren

Ein zentrales Handlungsfeld für den Leitungsbau ist die Reduzierung von CO₂-Emissionen. Achim Depiereux, Referent Technik im rbv, stellte in seinem Vortrag konkrete Maßnahmen hierzu vor und zeigte praxisnahe Hebel auf, darunter optimierte Bauabläufe, alternative Antriebskonzepte und eine systematische Erfassung von Emissionen: „Der Klimawandel verändert die Anforderungen an Planung, Bau und Betrieb leitungsgebundener Infrastruktur dauerhaft. Entsprechend bleibt die Reduzierung von CO₂-Emissionen im Leitungsbau eine langfristige Aufgabe.“

Konstantinos Makris, ebenfalls Referent Technik im rbv, machte deutlich, welches Potenzial in digital unterstützten Bauprozessen steckt. Strukturierte Datenflüsse, digitale Modelle und eine durchgängige Dokumentation erhöhen die Transparenz, verbessern die Ausführungsqualität und schaffen mehr Termin- und Planungssicherheit. „Digitalisierung ist kein Selbstzweck, sondern dient der Prozessoptimierung im Leitungsbau“, stellte Makris fest.

Wasserstoffhochlauf beeinflusst Gefährdungsbeurteilung

Im Rahmen der rbv-Vortragssession erläuterte Nikolai Hochbein, Betriebsingenieur Energiewende bei Thyssengas, die unmittelbaren Auswirkungen des Wasserstoffhochlaufs auf die Gefährdungsbeurteilung bei Arbeiten an Gasleitungen. Mit dem Einsatz von Wasserstoff steigen die Anforderungen an die Qualifikation deutlich. Der rbv begegnet dieser Entwicklung mit gezielten Schulungsangeboten und unterstützt Fachunternehmen dabei, die neuen Anforderungen technisch fundiert und regelkonform umzusetzen.

Auch im Bereich der Trinkwassernetze stärkt der rbv die Ausführungsqualität durch praxisnahe Weiterbildung und verbindliche Standards. Tim Prepens, Technischer Leiter beim Mitgliedsunternehmen Gerald Peters Rohrleitungsbau, unterstrich in diesem Zusammenhang die hohe Bedeutung des Schulungsangebots „Sachkundiger Wasser“.

Fachkräftesicherung erfordert klare Kommunikation

Bei einer Diskussionsrunde zur Fachkräftesicherung stellte der rbv in Oldenburg praxisnahe Ansätze zur Nachwuchsgewinnung und Personalbindung in den Mittelpunkt. Mentoren-Modelle und eine klare Kommunikation zwischen Ausbildern und Auszubildenden sind dabei zentrale Erfolgsfaktoren, betonte Christoph Kreutz, Bereichsleiter Personalentwicklung im rbv. „Unser Ziel ist es, Wissen und Erfahrung systematisch weiterzugeben. Die Erwartungen und Lebensrealitäten junger Fachkräfte müssen wir dabei besonders ernst nehmen.“

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