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Strukturwandel im Revier: Helmstedt gestaltet die Energiewende
15.04.2026 – Lesezeit ca. 2 Minuten
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Die Agentur für Erneuerbare Energien e. V. (AEE) zeichnet die Stadt Helmstedt als Energie-Kommune des Monats April 2026 aus. Die niedersächsische Stadt steht exemplarisch für den Wandel von einer fossilen Bergbauregion zu einem modernen Standort für erneuerbare Energien und nachhaltige Wärmeversorgung.
Ein zentraler Ansatz ist die Kommunale Wärmeplanung. Auf Grundlage umfassender Analysen hat die Stadt zehn Gebiete für den Ausbau von Wärmenetzen identifiziert. Ziel ist es, fossile Heizsysteme zu ersetzen und den Wärmebedarf deutlich zu senken. Perspektivisch kommen unter anderem Wärmepumpen, Abwärme sowie der Lappwaldsee als innovative Wärmequelle zum Einsatz. Flankiert wird dies durch energetische Sanierungen kommunaler Gebäude.
Auch im Helmstedter Revier wird der Strukturwandel sichtbar: Auf ehemaligen Bergbauflächen entstehen Wind- und Photovoltaikanlagen mit einer geplanten Gesamtleistung von bis zu 400 Megawatt. Hinzu kommen nachhaltige Flächenentwicklungen und innovative Projekte wie eine Verflüssigungsanlage für biogenes CO₂ aus regionalen Bioabfällen und landwirtschaftlichen Reststoffen.
Zur Stabilisierung des Energiesystems ist ein Großbatteriespeicher mit einer Leistung von 110 Megawatt geplant. Parallel stärkt das Innovationszentrum HELMIZ in Kooperation mit dem Fraunhofer IST die regionale Wirtschaft durch Forschung, Technologietransfer und neue Geschäftsmodelle.
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