18.08.2026 – Lesezeit ca. 3 Minuten 16
Nachgewiesen: Selbst nach Jahren im Kanalschacht bleibt der natürliche Luftaustausch erhalten. Eine entscheidende Voraussetzung für den langfristigen Erhalt der Abwasserinfrastruktur (Bild: COALSI)
Geruchsbelästigungen aus dem Abwassernetz begegnen viele Städte und Gemeinden mit Kanalfiltern. Neben dem Schutz der Anwohner rückt dabei ein finanzieller Aspekt zunehmend in den Fokus: der langfristige Erhalt der Kanalinfrastruktur.
Üble Kanalgerüche an Schächten und Straßenabläufen entstehen insbesondere bei warmer Witterung: oft als Folge der Stilllegung kleiner Kläranlagen oder der Umstellung auf längere Druckleitungen - weil der Kanal nicht atmen kann.
Nur wenn der natürliche Luftaustausch dauerhaft erhalten bleibt, lassen sich korrosive Bedingungen durch Schwefelwasserstoff reduzieren und die Lebensdauer von Schächten und Kanalbauwerken verlängern. Genau hier setzt das Filtersystem der coalsi GmbH an. Es verbindet eine wirksame Neutralisation des Abwassergeruchs mit einer dauerhaft nahezu ungehinderten Belüftung des Kanalstrangs, selbst nach vielen Jahren.
Während viele herkömmliche Filtersysteme im Laufe der Zeit verschmutzen oder versotten und dadurch den Luftaustausch zunehmend unterbinden, bleibt die PU-Schaummatte mit Aktivekohlebeaufschlagung des bayrischen Herstellers formstabil und luftdurchlässig. Sie setzt sich somit nicht zu und bildet keinen verstopfenden Fremdkörper im Kanal. Damit erfüllt sie eine wichtige Voraussetzung für den langfristigen Schutz der Kanalinfrastruktur. Gleichzeitig werden unangenehme Kanalgerüche bereits unmittelbar nach dem Einbau zuverlässig neutralisiert. Anwohner, Mitarbeiter und Passanten sind wirksam vor Geruchsbelästigungen geschützt, ohne dass dafür in die Kanalisation eingegriffen werden muss.
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Ein wesentlicher Vorteil liegt im durchdachten Aufbau des Systems. Die Kombination aus geschäumter Filtermatte und Siphon hält die Aktivkohlefilter dauerhaft trocken und sauber. Verschmutzungen, die bei anderen Filtersystemen häufig zu Funktionsverlusten führen, werden vermieden. Die Filterleistung bleibt langfristig stabil.
Auch im Betrieb überzeugt die Lösung durch ihre einfache Wartung. Die Filtermatte lässt sich innerhalb weniger Sekunden austauschen, und zwar ohne Spezialwerkzeug und ohne aufwendige Arbeiten am Schacht. Das reduziert Wartungszeiten und erleichtert den laufenden Betrieb erheblich. Die eingesetzte Aktivkohle ist dabei nicht als loses Schüttgut ausgeführt, sondern fest eingebunden. Dadurch verbindet das System die hohe Wirksamkeit der Aktivkohle mit einer langlebigen und wartungsfreundlichen Bauweise. Gefertigt werden die Filtermatten in Deutschland. Eine speziell dotierte Aktivkohle sowie eine gleichbleibend hohe Fertigungsqualität sorgen für reproduzierbare Filterleistungen und hohe Betriebssicherheit.
Auch nach dem Ende der Einsatzzeit bleibt der Aufwand gering. Die Matten können unkompliziert im Hausmüll entsorgt werden. Für Kommunen ergibt sich daraus ein wirtschaftlicher Vorteil. Statt umfangreiche Belüftungsanlagen zu errichten oder bautechnisch tief in das Kanalnetz einzugreifen, können Geruchsprobleme gezielt an einzelnen Schächten oder Straßenzügen beseitigt werden. Gleichzeitig bleibt die natürliche Belüftung des Kanals erhalten, als wohl wichtigster Beitrag zum langfristigen Schutz der Infrastruktur. So wird aus einem kostengünstigen Gullyeinsatz mehr als nur eine punktuelle Maßnahme gegen unangenehme Gerüche: Die Lösung schützt Anwohner, erhält die Funktionsfähigkeit des Kanalnetzes und trägt dazu bei, dass die kommunale Infrastruktur auch von kommenden Generationen zuverlässig genutzt werden kann. Der Hersteller informiert darüber auf der Messe Kommual 2026 in Erfurt.