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Qualität, Wirkung und Umwelt zusammendenken

Nachhaltige Drucksachen und Werbemittel für Kommunen und Behörden

16.02.2026 – Lesezeit ca. 3 Minuten 4

Nachhaltige Drucksachen und Werbemittel für Kommunen und Behörden
Ob Bürgerinformation, Imagebroschüre, Jahresbericht oder Einladung zur Veranstaltung: Gedruckte Medien sind in Kommunen und Behörden weiterhin ein wichtiges Instrument der Öffentlichkeitsarbeit – und damit ein tägliches Arbeitsfeld für Pressestellen sowie Marketing- und Kommunikationsabteilungen. Auch Werbemittel – etwa Taschen, Notizblöcke oder Giveaways für Stadtfeste – werden genutzt, um Sichtbarkeit zu schaffen und Bürgerinnen und Bürger anzusprechen. Gleichzeitig wächst der Anspruch, diese Produkte ressourcenschonend, glaubwürdig und in professioneller Qualität umzusetzen.

Die gute Nachricht: Nachhaltigkeit bedeutet längst nicht mehr „braunes Papier“ und Abstriche bei Gestaltung oder Druckbild. Moderne Recyclingpapiere sind heute in hoher Qualität verfügbar, mit guten Laufeigenschaften und einem Weißgrad, der professionellen Druckprodukten problemlos gerecht wird. Entscheidend ist jedoch, dass Materialwahl, Gestaltung und Beschaffung frühzeitig zusammengedacht werden.

Wann Print sinnvoll ist – und wann nicht

Bevor Papier ausgewählt oder ein Druckauftrag ausgelöst wird, lohnt ein kurzer Realitätscheck: Welche Zielgruppe soll erreicht werden? Wie lange wird das Produkt genutzt? Ist es ein Arbeitsmittel oder ein reines Werbemedium? Print entfaltet seine Stärken vor allem dort, wo Informationen langfristig verfügbar sein sollen, wo Verbindlichkeit gefragt ist oder wo haptische Qualität Vertrauen und Wertigkeit vermittelt. Digitale Formate sind dagegen oft sinnvoller, wenn Inhalte regelmäßig aktualisiert werden oder schnelle Reichweite im Vordergrund steht.

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Papier ist nicht gleich Papier

Wer Drucksachen nachhaltig beschaffen will, sollte die Eigenschaften von Papier gezielt berücksichtigen. Für Flyer oder Faltblätter können andere Papiere geeignet sein als für Berichte oder Broschüren. Neben Grammatur und Volumen spielen Oberfläche, Opazität und Haptik eine zentrale Rolle. Auch der Weißgrad beeinflusst nicht nur das Erscheinungsbild, sondern kann in Verbindung mit Gestaltung und Farbflächen über die Lesbarkeit entscheiden.

Hilfreich ist, Papier nicht nur über technische Datenblätter auszuwählen, sondern Muster zu vergleichen – etwa mit Papiermusterbüchern, wie sie für öffentliche Auftraggeber verfügbar sind. So lässt sich realistisch beurteilen, wie ein Druckprodukt später wirkt.

Nachhaltigkeit braucht klare Anforderungen

In der Praxis scheitern nachhaltige Drucksachen nicht selten an unklaren oder widersprüchlichen Vorgaben. Kommunale Auftraggeber sollten daher Anforderungen so formulieren, dass sie überprüfbar und umsetzbar bleiben. Bewährt hat sich die Orientierung an anerkannten Umweltzeichen wie dem Blauen Engel. Sie schaffen Vergleichbarkeit und erleichtern die Kommunikation mit Druckereien und Dienstleistern.

Auch bei der Druckqualität gilt: Nachhaltigkeit und ein kräftiges Druckbild schließen sich nicht aus. Wichtig ist, dass Anforderungen an Farbwirkung, Verarbeitung und Material aufeinander abgestimmt werden. Oft lassen sich bessere Ergebnisse erzielen, wenn bereits in der Konzeptionsphase Druckdienstleister oder Agenturen eingebunden werden – statt erst am Ende über Papier oder Farben zu entscheiden.

Werbemittel: Weniger, aber besser

Gerade bei Werbemitteln lohnt es sich, Nutzen und Wirkung kritisch zu prüfen. Ein nachhaltiges Werbemittel ist nicht automatisch das „ökologischste Material“, sondern vor allem eines, das tatsächlich genutzt wird: langlebig, funktional, hochwertig verarbeitet und passend zum Anlass. Kommunen können hier mit wenigen, gut ausgewählten Produkten mehr erreichen als mit großen Mengen austauschbarer Streuartikel.

Fazit

Nachhaltige Marketingausstattung bedeutet nicht Verzicht, sondern bessere Entscheidungen: zielgruppengerecht, professionell gestaltet und ressourcenschonend umgesetzt. Wer Papier, Druck und Beschaffung als Gesamtprozess betrachtet, kann hochwertige Drucksachen und Werbemittel realisieren, die sowohl kommunale Werte als auch Qualitätsansprüche sichtbar machen.

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